Leistungen und Behandlungsmittel
Feste Zahnspangen
Moderne feste Zahnspangen verbinden präzise Bracketsysteme mit flexiblen Bögen. Damit lassen sich Zähne kontrolliert und schonend in die richtige Position bewegen. Dadurch lassen sich viele Zahnfehlstellungen zuverlässig behandeln – heute deutlich komfortabler und ästhetischer als noch vor einigen Jahren.
Aligner
Aligner sind transparente, herausnehmbare Kunststoffschienen, die die Zähne schrittweise in die gewünschte Position bewegen. In der Regel werden sie etwa 22 Stunden pro Tag getragen und nur zum Essen, Trinken sowie zur Zahnpflege herausgenommen. Bekannt wurde diese Behandlungsmethode vor allem durch Invisalign. Heute gibt es verschiedene Alignersysteme, die nach einem ähnlichen Prinzip arbeiten.
Herausnehmbare
Zahnspangen
Herausnehmbare Zahnspangen sind individuell angefertigte Geräte, die selbst eingesetzt und wieder entfernt werden können. Sie werden vor allem bei Kindern und Jugendlichen eingesetzt, um das Kieferwachstum zu unterstützen und Fehlentwicklungen frühzeitig zu behandeln. Für eine präzise Korrektur der Zahnstellung können sie eine feste Zahnspange oder Aligner allerdings nicht ersetzen.
Retention und Retainer
Nach einer kieferorthopädischen Behandlung folgt die Retentionsphase. Diese dient dazu, die erreichte Zahnstellung langfristig zu stabilisieren, da Zähne im Laufe des Lebens dazu neigen, sich wieder zu verschieben. Im Unterkiefer kommt dabei in der Regel ein festsitzender Retainer zum Einsatz, im Oberkiefer wird dagegen meist eine Retentionsschiene verwendet.
Zusatzgeräte
Zusatzgeräte, also Apparaturen, die sich formal weder den festen oder herausnehmbaren Zahnspangen noch den Alignern zuordnen lassen, können die Behandlung gezielt unterstützen. Mögliche Anwendungsbereiche sind die Behandlung eines schmalen Oberkiefers, die Korrektur der Kieferlage, das Platzhalten bei Engständen oder die Einordnung verlagerter Zähne. Sie werden digital geplant und mittels 3D-Druck passgenau hergestellt, um die Behandlung möglichst effizient, präzise und komfortabel zu gestalten.
Kieferchirurgie
Ausgeprägte Kieferfehlstellungen bei erwachsenen Patientinnen und Patienten können manchmal nicht allein mit einer Zahnspange oder Alignern korrigiert werden, um ein gesundes, funktionelles und ästhetisches Ergebnis zu erzielen. Dies ist allerdings nur bei ausgeprägten Kieferfehlstellungen der Fall.
FAQ
Wann ist der beste Zeitpunkt sich beim Kieferorthopäden vorzustellen?
In der Regel ist eine erste kieferorthopädische Kontrolle im Grundschulalter sinnvoll. So können Zahnfehlstellungen und Auffälligkeiten im Kieferwachstum frühzeitig erkannt werden. Ob eine Behandlung bereits notwendig ist oder ob zunächst eine weitere Beobachtung erfolgt, hängt immer von der individuellen Entwicklung des Kindes ab.
Welche Leistungen übernimmt die gesetzliche Krankenkasse?
In der Kieferorthopädie übernimmt die gesetzliche Krankenkasse bestimmte Grundleistungen, sofern die dafür festgelegten Voraussetzungen erfüllt sind. Moderne Diagnostik- und Behandlungsmethoden, die mehr Komfort, Präzision oder Effizienz ermöglichen, gehören jedoch häufig nicht zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen.
Kann eine Zusatzversicherung sinnvoll sein?
Eine kieferorthopädische Zusatzversicherung kann sinnvoll sein, da die gesetzliche Krankenkasse nicht alle modernen Diagnostik- und Behandlungsmethoden übernimmt. Je nach Tarif können private Zusatzversicherungen bestimmte Mehrleistungen ganz oder teilweise abdecken. Wichtig ist, dass eine solche Versicherung in der Regel vor der Diagnose oder Behandlungsplanung abgeschlossen werden muss.
Gerne besprechen wir mit Ihnen transparent, welche Leistungen in Ihrem Fall sinnvoll sind und welche Kosten übernommen werden.
Was bedeutet die Bezeichnung Fachzahnärztin für Kieferorthopädie und worin unterscheidet sie sich vom Zahnarzt oder einem Master of Science?
Die Bezeichnung Fachzahnärztin für Kieferorthopädie setzt nach dem Zahnmedizinstudium eine mehrjährige spezialisierte Weiterbildung voraus. Diese umfasst sowohl theoretisches Fachwissen als auch eine intensive praktische Ausbildung in der Diagnostik, Planung und Behandlung von Zahn- und Kieferfehlstellungen. Damit unterscheidet sie sich von einer allgemeinzahnärztlichen Tätigkeit sowie von akademischen Zusatzqualifikationen wie einem Master of Science, die nicht automatisch einer fachzahnärztlichen Weiterbildung entsprechen.